Dacharten

Die 11 beliebtesten Dacharten im Überblick

Wusstest du, dass es verschiedene Dacharten gibt? Jede Dachform hat ihre eigenen Vor- und Nachteile, die sich auf die Optik, den Schutz und die Kosten des Hauses auswirken. In diesem Artikel erfährst du alles über die verschiedenen Dacharten und ihre Eigenarten.

Satteldach

Charakteristisch besteht das Satteldach aus zwei Dachflächen, welche am höchsten Punkt, dem so genannten Dachfirst, miteinander verbunden sind. Konstruiert wird das Satteldach als Sparren- oder Pfettendach, was sich in der Vergangenheit bereits bewährt hat. Denn das Satteldach ermöglicht die Realisierung verschiedener Dachneigungen, wodurch zum einen das Dachgeschoss als Wohnraum genutzt werden kann, zum anderen aber auch Witterungseinflüsse Beachtung finden.

Bedingt durch die verschiedenen Konstruktionsmöglichkeiten zeichnet sich das Satteldach durch seine Witterungsbeständigkeit aus, wodurch im Gegensatz zum Flach- oder Pultdach weniger Wartungsarbeiten durchgeführt werden müssen, weshalb die Instandhaltungskosten eher gering ausfallen.


Pultdach

Deine Dachkonstruktion erinnert durch ihre einseitig geneigte Dachfläche an ein halbes Satteldach? In diesem Fall handelt es sich um ein Pultdach. Diese Art von Dach wird sehr häufig bei Nebengebäuden, wie Garagen oder Carports angewendet – aber auch für Wohnhäuser ist sie sehr beliebt. Um Witterungseinflüsse wie Wind und Regen abzuschirmen, wird die Dachfläche zur Wetterseite hin ausgerichtet.

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Walmdach

Das Walmdach verfügt, im Vergleich zum Satteldach, nicht nur über geneigte Dachflächen auf den Traufseiten, sondern auch auf den Giebelseiten. Diese werden als Walme bezeichnet.

Walmdächer bieten einen besonders hohen Schutz vor Witterungseinflüssen, daher wird dieser Dachtyp häufig in Süddeutschland und den Alpenregionen eingesetzt. Jedoch solltest du bei der Konstruktion eines Walmdaches den Verlust an Wohnraum, bedingt durch die vier Schrägen, berücksichtigen.


Schleppdach

Das Schleppdach besteht, ähnlich wie das Pultdach, aus einer einseitig geneigten Dachfläche. Es dient der Erweiterung der Dachfläche und wird daher an ein bestehendes Hauptdach (oft ein Sattel- oder Pultdach) angeschlossen. Dabei muss es jedoch nicht die Neigung des Hauptdaches übernehmen. Oftmals wird der Neigungswinkel des Schleppdaches verringert, um eine angemessene Traufhöhe gewährleisten zu können.


Pergola

Eine Pergola ist ein Gartenelement, das oft an einer Seite mit einem Gebäude verbunden ist, aber auch als freistehendes Element in den Garten gesetzt werden kann. Durch die offenen Seiten und mit einem Dach versehen, ist eine Pergola in deinem Garten nicht nur ein optisches Highlight, sondern ebenfalls ein angenehmer Schattenspender an sonnigen Tagen. Zudem kannst du die Eckpfeiler der Pergola als Rankhilfe für Kletterpflanzen in deinem Garten verwenden.


Tonnendach

Das Tonnendach ist eine sehr auffällige Dachart. Es erinnert an eine halbierte Tonne, die auf ein Haus installiert wurde. Das Tonnendach eignet sich am besten für große Hallen, wie zum Beispiel Messehallen oder opulente Guts- und Bauernhöfe. Es besitzt eine gewölbte Dachfläche, die sehr stabil ist.

Diese Dachart ist konstruktionsbedingt komplex und die Kosten daher hoch. Ein weiterer Nachteil ist, dass aufgrund der runden Dachform nicht möglich, Photovoltaikanlagen anzubringen oder das Tonnendach mit Ziegeln einzudecken.


Mansarddach

Während Pult- und Flachdächer immer beliebter werden, werden Mansarddächer nur noch sehr selten gebaut, da die Konstruktion sehr aufwendig ist. Mansarddächer bestehen aus vier Flächen: Die unteren beiden sind steil geneigt, während die beiden oberen flacher sind. Diese Bauweise ermöglicht es, viel Raum mit wenig Schräge unter dem Dach zu schaffen.

Mansarddächer sehen edel aus. Ein Nachteil ist jedoch, dass man auf einem Mansarddach keine Photovoltaikanlage montieren kann.


Zeltdach

Das Zeltdach erinnert vom Aussehen an eine Pyramide oder ein Zelt. Das Dach besteht meist aus vier, oft aber auch aus drei Dachflächen, die spitz aufeinander zulaufen. Im Gegensatz zum Satteldach ist ein Zeltdach meist etwas kleiner und bietet die Möglichkeit, große Fensterfronten einzubauen, sowie die Wände im Wohnraum optimal zu nutzen. Durch die schrägen Flächen fließt das Regenwasser trotzdem optimal ab.

Ein Nachteil sind die hohen Kosten: Vergleicht man Zeltdächer mit anderen Dächern, sind sie teurer, da der Aufbau komplexer ist. Früher wurden sie vor allem bei Türmen von Kirchen eingesetzt.


Flachdach

Auch wenn es so aussieht, ist ein Flachdach nicht zu 100 % waagerecht, sondern es weist eine leichte Dachneigung auf. Damit ist gewährleistet, dass Regenwasser abfließen kann und sich nicht auf dem Dach sammelt. Die Neigung ist aber so gering, dass Dachterrassen oder Grünflächen auf den Dachflächen gebaut werden können. Auch Photovoltaikanlagen können genau wie auf dem Pultdach angebracht werden.

Der größte Vorteil der Dachkonstruktion: Selbst das Dachgeschoss hat keine Schrägen, wodurch die Wohnfläche optimal ausgenutzt werden kann. Darüber hinaus ist der Bau eines Flachdachs recht kostengünstig. Ein Nachteil ist, dass das Flachdach schneller undicht werden kann. Insbesondere auf den typischen Garagen ist das häufig ein Problem gewesen.


Dächer für Gartenhäuser

Auch bei einem Gartenhaus oder einer Gartenhütte gibt es verschiedene Dachformen. Die beliebteste Dachform ist genau wie bei Wohnhäusern das Satteldach. Es ist einfach zu planen und aufzubauen. Als Material zur Dachdeckung eignen sich Dachpappe oder Bitumenschindeln.

Für welche Dachform du dich entscheidest, hängt von verschiedenen Parametern ab. So spielen Optik und Kosten eine Rolle. Aber auch Wetter und Umgebung – also steht es frei oder ist es zum Beispiel windgeschützt in den Garten integriert – müssen bei der Planung eine Rolle spielen.


Bedachungsmaterialien

Klassische Materialien bei Dächern sind Dachziegeln, Dachpfannen oder Dachschindeln aus Ton oder auch Schiefer. Dachpfannen weisen eine hohe Porosität auf und trocknen schnell.

Ein anderes Material sind Dachsteine, die in der Regel aus quarzhaltigem Sand und Zement gefertigt werden und einen besseren Schall- und Wärmeschutz bieten.

Da Dachziegel und -steine sehr schwer sind, eignen sie sich typischerweise nur als Bedachung für gemauerte Gebäude. Für Gartenhäuser aus Holz sind sie eher nicht geeignet, da das Haus die schweren Ziegel nicht halten kann.

Hier eignen sich Bitumenprodukte oder auch Dachpappen. Sogenannte Bitumenbahnen werden häufig für Flachdächer eingesetzt. Für Gartenhäuser und andere geneigte Dächer sind Bitumenschindeln eine visuell ansprechende Option. Noch einfacher zu verwenden sind Bitumenplatten, die sich vor allem für Anbauten und auch zur Überdachung von Terrassen eignen. Erfahre hier mehr über Bitumenschindeln, unter anderem über die Vorzüge und Kosten dieser Dachschindeln.


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