
Armierungsgewebe auf Innen- und Außenputz
Armierungsgewebe fachgerecht anwenden: Erfahre hier, wie du Armierungsgewebe richtig auf Wand, Decke, für die Fassadendämmung oder beim Verfliesen von Holzboden anwendest und ein sauberes Ergebnis erzielst.
Wie wird Armierungsgewebe richtig aufgetragen und befestigt?
Armierungsgewebe ist im Innenausbau sowie Außenbau kaum wegzudenken und sorgt für eine hohe Stabilität sowie Festigkeit von Putz beispielsweise bei der Verarbeitung an Wand und Decke. Auch bei der fachgerechten Umsetzung von Wärmedämmung ist Armierungsgewebe essenziell. In anderen Fällen findet das Glasfasergewebe auch gerne beim Verfliesen von Holzböden Verwendung.
Um eine fachgerechte Montage zu gewährleisten, müssen je nach Anwendung verschiedene Montageschritte beachtet werden. Im Folgenden gehen wir näher auf die Montage in den unterschiedlichen Bereichen ein.
Für eine fachgerechte Montage ist folgendes Werkzeug notwendig:
- Armierungsgewebe
- Putz
- Kellen
- Fließ-Estrich (beim Verfliesen von Holzböden)
Montage an Wand und Decke:
Wie befestigt man Armierungsgewebe richtig auf einer Wand und an der Decke?
Armierungsgewebe kommt im Innen- und Außenbau für einen glatten Untergrund an Wand und Decke zum Einsatz und verhindert, dass Schäden oder Risse am Putz entstehen. Dabei sollten folgende Punkte eingehalten werden:
- Erste Schicht Putz an Wand oder Decke auftragen
- Armierungsgewebe glatt und faltenfrei in die Putzschicht eindrücken
- Eine Überlappung von mindestens 10 cm einhalten (bei mehreren Bahnen)
- Trockenzeit einhalten, bevor weitere Arbeiten vorgenommen werden
Profitipp:
Möchtest du das Glasfasergewebe in Ecken anbringen, so ist eine Diagonalarmierung zu empfehlen.
Dabei ist zunächst das Armierungsgewebe horizontal zu verlegen. Für einen stabileren Halt wird anschließend zusätzlich das Armierungsgewebe diagonal über die Ecken verlegt.
Montage auf Böden
Wie befestigt man Armierungsgewebe auf dem Boden?
Alternativ zum Verputzen von Wänden und Decken wird Armierungsgewebe auch beim Fliesenverlegen auf Holzuntergründen verwendet. Dabei gilt zu berücksichtigen, dass als Ausgleichsmasse nicht Putz oder Mörtel, sondern Fließestrich benutzt wird.
- Holzfußboden abschleifen
- Schleifstaub entfernen und Oberfläche von weiterem Schmutz befreien
- Armierungsgewebe auf den geschliffenen Holzboden mit 10cm Überlappung anbringen
- Alternativ kann zuerst Fließestrich gleichmäßig auf den Holzfußboden aufgetragen werden
- Anschließend das Armierungsgewebe anbringen und gleichmäßig in die feuchte Masse einbetten
- Beim Verlegen von mehreren Bahnen immer eine Überlappung von 10 cm einhalten
- Trockenzeit einhalten
- Letzte Schicht Fließestrich auftragen
Armierungsgewebe auf Dämmplatten
Wärmedämmung ist beim Hausbau sehr wichtig und sorgt dafür, dass ein Wärmeverlust vermieden wird. Bei der Montage von Armierungsgewebe auf Dämmplatten ist zu bedenken, dass das Armierungsgewebe hier lediglich für einen stabileren Halt des Putzes sorgt und nicht zur Wärmedämmung beiträgt.
Bei der Fassadendämmung dient das Armierungsgewebe als Bindeglied zwischen den Dämmplatten und dem gegebenen Untergrund.
- Dämmplatten wählen und an der Fassade anbringen
- Dämmplatten abschleifen und eine gerade Ebene herstellen
- Erste Putzschicht auftragen
- Armierungsgewebe auf den Unterputz auftragen
- Beim Verlegen von mehreren Bahnen immer eine Überlappung von 10 cm einhalten
- Putz gleichmäßig über dem Armierungsgewebe auftragen
Weitere, hilfreiche Informationen gibt dir unser Ratgeber zum Thema Innenwanddämmung, wenn du mehr über die Wärmedämmung erfahren möchtest.
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Autor
Ayana
Aufmacherbild
iStock, yunava1